Glossar / Hypochondrie

 

Hypochondrie (Nosophobie)

Als Hypochondrie bezeichnet sich eine von Angst dominierte Beziehung zum eigenen Körper und dessen Funktionieren. Die Betroffenen achten dabei verstärkt auf geringste Veränderungen von Körperfunktionen. Der Hauptgegenstand der Befürchtungen ist dabei oft konkret und meist über längere Zeiträume hinweg konstant. Zum Beispiel die Angst vor Krebs oder vor AIDS.

Als Hypochondrie bezeichnet sich darüber hinaus auch die allgemeine Angst zu erkranken, wobei alltägliche körperliche Wahrnehmungen als Krankheitszeichen fehlgedeutet werden.

Tatsächlich erleben hypochondrische Patienten Missempfindungen, aber ihre Bedeutung wird vom Betroffenen oft fehlinterpretiert – es lassen sich meist keine entsprechenden Organbefunde nachweisen.

Bei deutlicher Ausprägung ist die Hypochondrie eine ernst zu nehmende Störung, die quälend für die Betroffenen und manchmal auch störend für ihre Umgebung sein kann.