Pavor
Als Pavor (lat.: die Angst) bezeichnet sich eine Form der Schlafstörung, die vorwiegend Klein- und Schulkinder betrifft. Je nach zeitlichem Auftreten werden 2 Formen unterschieden.
1. Pavor nocturnus – die Nachtangst
2. Pavor diurnus – die Tagangst beim Mittagsschlaf
Typischerweise schreckt das Kind dabei ein bis drei Stunden nach dem Einschlafen mit einem Schrei aus dem Tiefschlaf. Meist kommen kalter Schweiß, schneller Puls und schnelles Atmen als Zeichen vegetativer Erregung dazu. Das Kind erkennt seine Eltern nicht und läßt sich nicht wecken. Am Ende des Anfalles erwacht es und schläft meist ruhig wieder ein. Meist kann sich das Kind an diesen Vorfall nicht erinnern.
Diese Anfälle sind nicht zu verwechseln mit Albträumen, deren Traumthemen nach dem Erwachen meist sehr gegenwärtig sind. Nach psychoanalytischer Auffassung handelt es sich dabei ursächlich um Reaktionen ängstlicher Kinder auf aktuelle Konflikte oder aufregende Erlebnisse. Bei manchen Patienten entwickeln sich später aus einem Pavor nocturnus Angstneurosen oder ausgeprägte Phobien.